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Eigenschaften von Bangkirai

Bei dem von uns angeboten Bangkirai handelt es sich um Original Yellow Balau aus Indonesien. Das ist eigentlich selbstverständlich, muss aber an dieser Stelle dennoch Erwähnung finden, weil in den letzten Jahren in Deutschland vermehrt Red Balau und andere Hölzer geringerer Dauerhaftigkeit unter dem Handelsnamen Bangkirai angeboten werden.

Trotz aller Sorgfalt bei der Sortierung weisen die Bangkirai-Terrassendielen aus unserem Hause oft eines oder mehrere der unten aufgeführten Merkmale auf. Es handelt sich daher generell nicht um Oberflächen mit einer „Barfuß-Qualität“. Eine solche Oberfläche wäre - wenn überhaupt -  nur durch massive Nacharbeit und permanente Pflege zu erstellen und zu erhalten.

Im Zweifel besuchen Sie einfach unsere Ausstellung oder unser Holzlager in Dülmen. Hier können wir Ihnen die Unterschiede zwischen den Oberflächen von Bangkirai, Dauerholz und verschiedenen anderen Holzarten und WPC zeigen. Dauerholz wird übrigens aus heimischen Nadelhölzern erzeugt und übertrifft sogar Bangkirai in der Dauerhaftigkeit.

Hier nun die typischen Merkmale für Bangkirai / Yellow Balau:

Passende Produkte in unserer Ausstellung in Dülmen

Zum Thema Holz unterhalten wir eine Ausstellung in Dülmen im Münsterland. Hier gibt es weitere Informationen:

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Harzgallen

Bisweilen weisen einzelne Hölzer aus Bangkirai Harzgallen auf. In der Regel treten diese Harzgallen in Form schmaler Spalten auf, die mit weißen Harzkristallen gefüllt sind. Harzgallen sind für Bangkirai und die meisten anderen Holzarten typische Merkmale.

Pinholes

Einige Bangkiraidielen jeder Kommission weisen regelmäßig Häufungen von kleinen, 1-2mm großen Insektenlöchern, so genannten Pinholes, auf. Diese Fraßlöcher werden noch im Ursprungsland im Frischholz erzeugt. Die zur Auslieferung kommenden Hölzer aus Bangkirai enthalten keine Insekten mehr.

Die Pinholes sind ein Teil der natürlichen Oberfläche des Materials Bangkirai. Pinholes sind ein rein optisches Merkmal ohne Auswirkung auf Haltbarkeit oder Statik.

Farbunterschiede und Verfärbungen

Das Farbspiel von Bangkirai reicht von hellbraun bis dunkelbraun. Darüber hinaus können stellenweise dunkle Verfärbungen auftreten. Durch den Einfluss von Licht und Luft dunkelt die Oberfläche des Bankirai insgesamt nach und gleicht sich an. Spätestens die Bildung der silbergrauen Patina oder das alternative Aufbringen geeigneter, pigmentierter Hartholzöle lässt die Farbunterschiede des Bangkirai in den Hintergrund treten.

Rauhigkeit

Die Oberfläche der Bangkirai-Hölzer kann stellenweise etwas rauh sein. Diese Rauhigkeit kann durch den Faserverlauf oder Unregelmäßigkeiten bei der Bearbeitung verursacht worden sein. In der Regel treten diese rauhen Stellen nur in Handflächengröße auf. Das Überschleifen mit einem Schwingschleifer sorgt für Abhilfe.

Astansätze

Auch Terrassendielen und Kanthölzer aus Bangkirai können kleine Astansätze aufweisen. Im Zuge der Bewitterung können sich diese lösen, so dass kleine Fehlstellen zurückbleiben. Sofern dabei scharfe Kanten entstehen, sollten diese bauseits abgeschliffen werden.

Verschmutzung

Einige Bangkirai-Dielen haben auf dem langen Transportweg möglicherweise Spuren von Transportbändern angenommen. Diese lassen sich leicht mit einer Messingbürste entfernen. Aufgrund der Gefahr der Entstehung von Rostflecken sollte keinesfalls eine Stahlbürste verwendet werden. Auch Hochdruckreiniger sind für die Reinigung von Bangkirai und anderen Holzoberflächen nicht zu empfehlen.

Rissbildung

Die Bildung feiner Risse tritt vor allem an den Kopfseiten der Dielen und Kanthölzer aus Bangkirai auf. Um die Rissbildung gering zu halten, sind die Stirnseiten oft werkseitig mit Wachs oder Schutzfarbe versehen. Konstruktionshölzer müssen bei der Montage generell winklig nachgeschnitten werden. Frische Schnittkanten von Bangkirai und anderen Harthölzern sollten direkt mit einer geeigneten Hirnholzversiegelung behandelt werden.

Gehobelt - nicht geschliffen

Bei Terrassendielen, Profilbrettern etc. handelt es sich um Produkte mit gehobelten Oberflächen. Im Gegensatz zu geschliffenen Oberflächen, wie sie bei Parkett üblich sind, weisen gehobelte Produkte in der Regel Unregelmäßigkeiten auf. Typisch sind z.B. Hobelschläge zum Ende des Bauteiles hin. Terrassendielen können aufgrund dieser und weiterer Unregelmässigkeiten in der Oberfläche keinen Anspruch auf "Barfusstauglichkeit" erheben. Wenn überhaupt, kann eine solche Oberflächengüte bei Bangkirai und anderen Hölzern auschließlich bauseitig durch eine aufwendige Nachbearbeitung mit geeigneten Schleifwerkzeugen erziehlt und nur durch permanente Pflege und Nacharbeit erhalten werden.

Maßtoleranzen

Holz ist ein Naturbaustoff, der mit wechselndender Feuchtigkeit Quell- und Schwindprozessen unterliegt. Resultierend ergeben sich hieraus Abweichungen zu den angegebenen Nennmaßen. Diese Maßabweichungen bewegen sich bei Kanthölzern und Terrassendielen i.d. Regel innerhalb der folgenden Grenzen: Querschnitt +2 / -4mm. In der Länge kann es zu Toleranzen zwischen +3 / -3cm zum angegebenen Berechnungsmaß kommen. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass die Konstruktionshölzer winklig nachgeschnitten werden müssen. Beachten Sie dazu den Punkt Rissbildung.

Verzug

Mit wechselnder Holzfeuchte bauen sich in Holzbauteilen Spannungen auf, die ein Verziehen bewirken können. Bei einer Länge von 3m können durchaus 3cm Abweichung auftreten. Bei der Montage können die Bretter aus Bangkirai mit geeigneten Zwingen oder Zurrgurten ausgerichtet werden.

Vorbohren von Schraubverbindungen

Schraubverbindungen sollten in Harthölzern wie Bangkirai und Red Balau unbedingt vorgebohrt werden. Dies gilt vor allem dann, wenn sich die Schraube nahe der Kante eines Bauteiles befinden.

Der Hartholz-Bohrer 5mm mit Senker ist ein ideales Hilfsmittel.

Geeignete Schrauben für Bangkirai und Red Balau

Bei der Verarbeitung von Bangkirai und Red Balau sollten ausschließlich Schrauben und Beschläge aus Edelstahl Verwendung finden. Komponenten aus blankem oder verzinktem Eisen führen zwangsläufig zu den unten beschriebenen Verfärbungen durch Eisengerbstoffreaktionen.

Auch bei Verwendung selbstschneidender Terrassenschrauben sollten die Gänge durch die Terrassendiele annähernd in Schraubenstärke vorgebohrt werden.

Schraubenversatz

Pro Verbindungsstelle zwischen Terrassendiele und Unterkonstruktion werden je zwei Schrauben gesetzt. Die Schrauben sollten im Wechsel um ca. 2-3cm versetzt angeordnet sein. So wird die Gefahr des Aufspaltens der Unterkonstruktion verringert.

Die versetzte Anordnung ist besonders bei selbstschneidenden Terrassenschrauben wichtig, da diese i.d.R. eine hohe Spaltwirkung haben. Die versetze Anordnung der Schrauben ist nicht nur für die Holzart Bangkirai, sondern auch für praktisch alle anderen Holzarten relevant.

Auswaschungen von Inhaltsstoffen

Bei der Lagerung und bei der Verarbeitung von Bangkirai, Red Balau und vielen anderen Hölzern ist zu beachten, dass diese unter Wassereinfluss (z.B. Regen- oder Teichwasser) einen Teil ihrer Inhaltsstoffe abgeben. Diese Auswaschungen verfärben das abfließende Wasser braun oder rot-braun. Eine eventuelle Empfindlichkeit von Zierfischen gegen diese Inhaltsstoffe ist ggf. vor der Verlegung zu prüfen.

Bei der Lagerung und der Verlegung von Bangkirai ist daher darauf zu achten, dass durch die abgegebene Lohe keine Schäden an Bodenfliesen, Fassaden oder sonstigen Bauteilen entstehen. Bereits entstandene Verfärbungen lassen sich erfahrungsgemäß mit verdünnter Oxalsäure (Verhältnis 1:20) oder mit verdünnter Natriumdithionid-Lösung (5-10%) beseitigen. Auf Metallkonstruktionen hat sich Zementschleier-Entferner bewährt. Es empfiehlt sich, zunächst die Verträglichkeit des verschmutzten Gegenstandes mit dem entsprechenden Mittel an einer unauffälligen Stelle zu testen.

Natürliche Verwitterung

Unbehandelte Holzoberflächen verändern sich unter dem Einfluss der Witterung. Der Prozess der Verwitterung verursacht die typische Vergrauung der Oberfläche und Rissbildung. Diese typischen Radialrisse verlaufen parallel der Holzfasern und bewirken im Regelfall keine Beeinträchtigung der Statik. Das Bild zeigt eine unbehandelte Terrassendiele aus Bangkirai nach mehrjähriger direkter Bewitterung.

Schutz vor Verwitterung

Zum Schutz vor der Verwitterung empfiehlt sich die regelmäßige Behandlung mit geeignetem Hartholzöl. Für einen ausreichenden Schutz muss der Anteil an Farbpigmenten ausreichend groß sein. Bewährt hat sich für die Pflege von Bangkirai und Red Balau das Pflege-Öl von Remmers.

Verfärbung durch Eisen-Gerbstoffreaktion

Durch Kontakt mit Eisen kommt es bei Bangkirai, Red Balau und vielen anderen Holzarten zu intensiven grau/blauen bis schwarzen Verfärbungen. Diese Verfärbungen werden bereits durch "minimale" Eisenkonzentrationen ab ca. 15ppm (=15mg/kg) ausgelöst.

Typische Ursachen für Verfärbungen an Bangkirai sind: Verwendung von verzinkten Schrauben und Winkeln, Arbeiten mit der Flex auf oder in der Nähe der Holzterrasse, langer Kontakt mit rostigen oder blanken Gartenmöbeln aus Eisen, Rasendünger mit eisenhaltigem Anti-Moos-Wirkstoff etc.

Beseitigung von Verfärbungen

Sollte es bei Bangkirai oder Red Balau durch den zuvor beschriebenen Kontakt mit Eisen zu Verfärbungen gekommen sein, so lassen sich diese in der Regel durch die Anwendung von verdünnter Oxalsäure beseitigen. Die Oxalsäure sollte mit Wasser im Verhältnis 1:25 verdünnt werden. Die Lösung kann mit einer Bürste oder einem Schrubber aufgebracht werden. Nach ca. 15 Minuten Einwirkzeit kann die Lösung mit viel Wasser abgespült werden.

Wichtiger Hinweis: Oxalsäure ist in unverdünntem Zustand äußerst giftig und muss von Kindern und Haustieren ferngehalten werden. Fragen Sie Ihren Apotheker nach notwendigen Schutzmaßnahmen und möglichen Auswirkungen auf die Umwelt.

Information auf Wikipedia zu Oxalsäure.

Foto: Holzzentrum MESEM GmbH & Co. KG

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